search
top

Autorenlesung

Heute ging doch tatsächlich eine Professorin meiner Schule auf mich zu und erklärte mir, dass es aus aktuellem Anlass eine Art Autorenlesung geben würde und dass ihr gesagt worden sei, ich wäre ein geeigneter Kandidat. Ich erklärte ihr ausweichend, ich sei eher der satirische Typ, der sich im Deutschunterricht hin und wieder zynisch zum tagespolitischen Geschehen äußern würde – diametral zu meinen Erwartungen erklärte mir die Frau, dass das genau das sei, wonach sie suche. Nun gilt es einen zynischen Text zu schreiben, der amüsiert, sprachlich nicht zu hoch gestochen ist und den man halbwegs gut vorlesen kann.

Ich will jetzt nicht antizipieren, dass ich dort ohnehin Erfolg heischen werde und frage deswegen meine Blog-Leser (ja, “Leser” ist durchaus im Plural zu verstehen) nach den Texten, die sprachlich am meisten amüsieren. Diesen/Diese Artikel verwende ich dann als Richtlinie. Ich bitte euch, jene im Kommentarbereich zu nennen. Nach über zwei Jahren sollte durchaus etwas zu finden sein.

Für erwähnenswert halte ich weiters, dass ich von einem Mitschüler den Kommentar: “Haha, der Max lernt Wörterbücher auswendig weil er keine Freunde hat!” ertragen musste, als mir etwas nachgeplappert wurde und ich den Papagei nach der Bedeutung des Wortes fragte, die ihm wie sich peinlicherweise herausstellte leider nicht bekannt war. Der Mitschüler, von dem dieser Kommentar kam, fällt insbesondere durch 6 negative Noten im letzten Zeugnis auf, musste bereits ein Jahr wiederholen und wird in sämtlichen Unterrichtsfächern, sofern es etwas aus einem Buch vorzulesen gibt, nicht mehr aufgerufen, da die Reaktion der Klasse darauf meist mit heftigem Gelächter einher geht. Hätte der gute Mann mehr als ein Buch (die GTA-Komplettlösung) in seinem Zimmer, hätte er sich sowohl die Peinlichkeit erspart, sein verkümmertes Vokabular zur Schau zu stellen und würde für ein Wort mit mehr als 5 Buchstaben nicht mehr länger als 10 Sekunden Lesezeit brauchen.

xoxo

12 Antworten: Autorenlesung”

  1. Stickers sagt:

    Ich würde keine Vorlage nehmen, sondern ganz frei denken. Wer zeitigere Werke als Vorlage nimmt, wird irgendwann zu schlechten Kopie seiner selben.

    Zu dem Ausspruch: Man sollte sich immer mit Gleichen oder Besseren anlegen. Daher hat Mr. A mit der Aktion das schon richtig gemacht, Mr. B aber nicht mit der Reaktion. Fragt sich nur wie weit diese Regel als Norm gilt wenn doch der Ausgangspunkt global zu niedrig liegt…

    Mit diesen Worten, viel Erfolg

  2. Max sagt:

    Ist auch eine Idee. Dennoch geht es um eine RICHTLINIE :D

  3. Stickers sagt:

    Wer sich an Richtlinie hält, grenzt sich nur selber ein. Neue, frische, ungewohnte Sachen braucht die Welt – dies gilt ebenso für Richtlinien. Wieso nicht mal was ganz anderes probieren?

  4. Max sagt:

    Hach, Martin, wegen dir befindet sich der Artikel nun in einer Existenzkrise. Aber es sieht nicht so aus, als würde sich da noch irgendwer melden. :P

  5. Stickers sagt:

    Wie kann denn ein so leidenschaftliches Thema so von einem Außenseiter beeinflusst werden? Da war der Geist aber nicht wirklich stark. Zudem heiße ich nicht Martin.
    Ich habe lediglich meine Meinung kundgetan welche ich immer noch für die Richtige halte.

  6. Max sagt:

    Du machst mich fertig. :D

  7. darksheep sagt:

    Guten Tag,

    natürlich gibt es eine sehr schöne Quelle für solche Texte. Das Buch mit der höchsten Auflage zeigt mal wieder auf (teils) satirischer Weise, wie Menschen auf der ganzen Welt in Geschriebenes etwas hineininterpretieren können: Die Bibel.

    Der Vorteil: Klugscheißen leicht gemacht! Mit Herrn Google kann man herrlich schön nach den angesagtesten Bibelzitaten suchen und diese nach eigenem Wissen und Gewissen verbiegen, wie man es braucht.

    Der Clue an der Sache: Die arme, arme katholische Kirche liefert in diesen Tagen so viel Stoff, dass sich ein satirisches Stück schon von ganz allein schreibt. Aufhänger sind: “50-Jährige Pfarrer mit Berufserfahrung in Kinderbetreuung” UND: “Frau Käßmanns Sündenfall”.

    Man könnte natürlich auch einfach zur Dozentin gehen und das gut gemeinte Angebot ablehnen.

    In diesem Sinne..

    das Schaf

  8. Max sagt:

    Wahrlich ich sage dir, diesen Tipp werde ich missachten.

  9. darksheep sagt:

    Hier schreyben WIR nie wieder! Anzeyge ist raus!

  10. Max sagt:

    Gacker. Hinfort nun, Unflat!

  11. darksheep sagt:

    Meine Integrität dürfen Sie haben, aber nicht mein Direktmandat, Baaatzi!

  12. Max sagt:

    Ok, genug jetzt, das checkt eh keiner. :D

Einen Kommentar schreiben

top