Suizidale Natur?
Als ich gestern Pfeife rauchend auf meiner Wolke schwebte und mir die Welt mal wieder erschreckend klein vorkam (das kommt davon, wenn man alles von oben betrachtet…), machte ich mir einige Gedanken, unsere Natur betreffend. Diese Gedanken drängen sich einem förmlich auf, wenn man eine beliebige, von Abgasen verseuchte, Stadt betrachtet: in meinem Fall Graz. Selbstverständlich muss der Leser an dieser Stelle schon zwei Dinge durchschaut haben: Erstens ist Graz die schönste Stadt Österreichs, welche sich aber leider durch die schlechteste Luft Österreichs auszeichnet und zweitens habe ich diesen Absatz mit einer Metapher begonnen und leide demnach weder ADS noch bin ich geistesgestört.
Vorweg: Der Mensch ist schon eine sehr hässliche Rasse. Besonders bemerkt selbiger dies, nach einem Kinobesuch in James Camerons neuem Kassenschlager “Avatar”. Aber Hässlichkeit hin oder her – im Kampf um das Überleben der Arten scheinen “wir” die Sieger zu sein. Wie jedes Kind weiß, besteht das biologische Leben aus einem ewigen Kampf der Gene. Was sich nicht durchsetzen kann, stirbt aus und was sich durchsetzt vermehrt sich in so hohem Maße, dass die natürlichen Ressourcen der Umgebung, welche für das Überleben besagter Rasse überaus wichtig sind, bald aufgebraucht werden.
Dies führte mich zu dem Gedanken, die Natur sei suizidal. So bilden sich seit jeher neue Arten und nur die, die dem Konkurrenzkampf gewachsen sind, überleben die ständige Gefahr des Aussterbens. Der Mensch schaffte es seine körperliche Unterlegenheit zu anderen Arten mit Intelligenz auszugleichen und entwickelte sich so zu dem, was wir heute sind: Eine Rasse, welche durch die endgültige Vernichtung der Natur das erzeugt, was ihr diese von sich aus nicht mehr geben kann, da es dafür 1. zu viele Menschen gibt und 2. bereits zu viel von der Natur vernichtet wurde.
Das Ende der natürlichen Selektion ist also erreicht: Ein Wesen hat sich gebildet, das seine Welt vernichtet um weiter zu überleben, wobei es den Überlebenskampf nicht mehr gegen konkurrierende Arten, sondern gegen sich selbst austrägt. Die Art, wie die natürlichsten, für uns so selbstverständlichen Grundgesetze ausgelegt sind, führt also unumgänglich zur eigenen Zerstörung. Der ewige Konkurrenzkampf und der Überlebenstrieb eines jeden Lebewesens musste irgendwann unweigerlich zu einer Art führen, deren Status der Homo sapiens eingenommen hat. Eine Art, die ihre metaphorische Mutter tötet um ein kurzes Weilchen länger auf der Welt existieren zu können und die, hätte die Natur selbst einen Überlebenstrieb, gar nicht erst hätte entstehen dürfen.

wie immer großes lob, deine subtile ironie ist einfach schwer zu übertreffen bzw nachzumachen, deine konkrete meinung zu themen ist für manche zu intelligent oder gewitzt, selten jemanden gesehen der so gut mit wörtern umgehen kann wie du, immer wieder erschreckend eigentlich zu sehen, dass du um so vieles besser darin bist als ich
mit hochachtung
stefan
Damit hast du in etwa das gesagt, was ich in gefühlten 3 Wörtern geschafft habe auszudrücken.
Was wäre diese These ohne meine Begründung und die einleitenden Gedankengänge dazu?
Also bitte, die Kernaussage in 3 Worten.
„Menschen sind Scheiße“ oder sowas wird da wohl zu erwarten sein.
Die Natur ist natürlich nicht suizidal, im Gegenteil. Suizidal ist nur der, der obwohl fähig und imstande, nicht mehr Leben möchte. Die Dinosaurier waren in der Eiszeit nicht fähig, Menschen schon.
Wenn die Evolution ein Teil der Natur ist und die Programmierung der Evolution früher oder später unweigerlich zur Zerstörung der Natur führt, ist die Natur sehrwohl suizidal.
Sie führt höchstens zum Niedergang einzelner Arten. Wenn die Menschen eines Tages aussterben (und das werden sie), dann ist wohl auch vorerst Sense mit derm Raubbau.
Ob dadurch die Natur komplett zerstört wird, ist nicht voraussehbar.
Also ich weiß nicht genau was ich von deiner Seite halten soll! Oft sind die Texte wirklich gut geschrieben aber noch öfter kommst du wie ein Teenager rüber, der sich für äußerst schlau hält, wenn er Fremdwörter benützt. Manchmal wirken deine Sätze einfach nur übertrieben, wie als würdest du stundenlang über deine Wortwahl nachdenken! Aber alles in allem eh ganz gute Arbeit…
Tag Daniel.
Du hast bereits drei Dinge erkannt.
1.) Ich mag Fremdwörter.
2.) Ich bin ein Teenager.
3.) Ich halte mich für schlau.
Allerdings – und das muss man dabei beachten – haben diese drei Dinge direkt nichts miteinander zu tun. Das hier ist kein professionelles Magazin sondern nur ein Blog und was du übertrieben nennst, nenne ich eloquent.
MfG,
Max
P.S.: Kenne ich dich persönlich?