Ein paar Gedanken zur Umweltzone
Es gibt viele Dinge, die ich nicht verstehe. Beispielsweise warum diese Seite täglich über 20 mal besucht wird, obwohl ich in keiner Form Hoffnung auf neue Artikel provoziert habe. Oder warum meine Großmutter täglich 20 mal besucht werden will, obwohl ich mit größter Akribie darauf geachtet habe, keine Hoffnungen auf unterhaltende Gesellschaft aufkeimen zu lassen. Aber am Unbegreiflichsten ist mir, wie man auf die Idee kommen konnte Dick und Doof zu mischen, wohlgemerkt ein vielversprechendes Produkt erwartend. Wie das bei den geistigen Abfallprodukten der Schwarz-Roten fast immer der Fall ist, sind die Linken und die Rechten dagegen. Aus völlig unterschiedlichen Gründen, was den Wählern natürlich egal ist. Die Stimmen fängt der Populistischere, also die FP. Hermann und Franz haben erfolgreich ein Stimmenpaket geschnürt und es den Blauen zugeschoben. Und wofür? Eine Regelung, die im Gegensatz zu dem Stimmenpaket, keine zwei Legislaturperioden zu überdauern vermag. Bravo, Jungs.
Ich weiß, ich weiß, eigentlich trifft euch ja keine Schuld. Das ist die böse EU, die euren Cheffes im Nationalrat auf die Nerven geht. Und wer euren Chefs auf die Nerven geht, sorgt dafür, dass euch auf die Nerven gegangen wird. Schade, dass die Hierarchie in der Politik so ausgezeichnet funktioniert. Wie auch bei den Studiengebühren wurde die Verantwortung perfekt an Dritte weitergegeben. Statt für höher frequentierte öffentliche Verkehrsmittel zu sorgen und diese zu verbilligen, werden die Preise von der Holding erhöht – mehr Kosten für den Bürger. Statt für generelle Fahrverbote in der Innenstadt zu sorgen, wird für ein Fahrverbot mit alten Autos plädiert – mehr Kosten für den Bürger, der sich nicht im 5-Jahres-Schritt den neuen 1er BMW leisten kann.
Aber was tu ich so scheinheilig? Bis zu einem gewissen Grad sind mir die Probleme der unteren Mittelschicht so egal, wie die neuesten Lizenzvereinbarungen von Apple. Der Großteil kann sich in der wärmeren Jahreszeit mit einem Fahrrad behelfen, was bleibt ist eine kleine Zahl von Arbeitern, die vor einem echten Problem stehen und um die sich hoffentlich der Arbeitgeber kümmert. (Wer’s glaubt.) Die Frage ist, was ICH jetzt mache, der ich mich schon redlichst auf den Audi meiner Großeltern freute. Parkplatz vor der neuen Wohnung hätte ich schon gehabt. Aber die Umweltzone macht mir da halt doch einen Strich durch die Rechnung. Andererseits muss man sich auch fragen wozu ein Student ein Auto braucht – es wäre halt trotzdem geil gewesen.
So sitze ich vor dem Computer, hoffend diesen Blog irgendwann zu Geld machen zu können um sich dann einen Mini Cooper zu leasen.
xoxo
M.
P.S.: Nein, Barbara Karlich, nein. Nein, nein, nein. Sicher nicht. Geh einen anderen einladen, ich helfe dir nicht beim Brötchenverdienst. Die Anti-Vitamine die du seit Jahren in deiner Show verteilst, wirken direkt auf die Hirnzellen der erblindeten Masse – ich bezweifle doch, dass ein regelmäßiger Zuschauer wirklich verstehen würde, was ich dort sage. Nein.
